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Einstufungen für Fahranfänger

Für Fahranfänger lohnt sich ein Vergleich der Versicherungstarife vor einem Abschluss ganz besonders. Schließlich werden sie aufgrund mangelnder Erfahrung außergewöhnlich hoch eingestuft. Die Versicherungskosten sind daher in den ersten Jahren extrem hoch. Senken lassen sie sich nur durch ein umsichtiges und fehlerloses Fahrverhalten und Unfallfreiheit. Dann erhöhen sich die Schadensfreiheitsklassen nach und nach. Die Prozentsätze für Haftpflicht und Vollkasko sinken entsprechend.

Die ungünstigste und teuerste Variante ist die, wenn ein Fahranfänger, der gerade erst seinen Führerschein gemacht hat, ein neues Auto kauft und auf seinen Namen zulässt. Dann berechnen die Versicherungsgesellschaften allein für die Haftpflichtversicherung 175% bis 240%. Warum? Gerade Fahranfänger können gefährliche Situationen oft nicht richtig einschätzen und sind somit überproportional häufig in Unfälle verwickelt. Dieses Risiko lassen sich die Versicherungen teuer bezahlen.
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Günstiger wird es dann, wenn man als Fahranfänger sein neues Auto als Zweitwagen auf den Namen der Eltern zulässt. Dazu muss das Fahrzeug aber bei der gleichen Versicherungsgesellschaft versichert werden wie der Erstwagen. Die Schadensfreiheitsklasse wird dann bereits mit 1/2 eingestuft. Der höchste Prozentsatz beträgt 120% und liegt damit um ein Drittel bis um die Hälfte niedriger. So lassen sich bereits mehrere Hundert Euro im Jahr einsparen. Fährt man diesen Zweitwagen der Eltern dann mindestens drei Jahre lang regelmäßig und kann dies nachweisen, so kann man den dann erreichten Schadensfreiheitsrabatt auf sich selbst übertragen lassen.

Es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit, als Führerscheinneuling Geld bei der Kfz-Versicherung einzusparen. Hat man bereits beruflich einen Dienstwagen benutzt und damit Fahrpraxis erlangt, so kann man in der Regel die Schadensfreiheitsklasse dieses Wagens auf sein Privatfahrzeug übertragen lassen.

Für EU-Bürger, die seit mindestens drei Jahren im Besitz eines EU-Führerscheins sind, gilt ebenso die Einstufung in die SF 1/2 mit einem Versicherungsbeitrag in Höhe von 120%. Dabei muss dies nicht notwendigerweise ein Führerschein für ein Kfz sein. Angerechnet werden auch Zeiträume, in denen der Versicherungsnehmer ein Kraftrad mit amtlichem Kennzeichen geführt hat.

Lebt der Führerscheinneuling in häuslicher Gemeinschaft mit jemandem, der bei derselben Versicherungsgesellschaft unter Vertrag steht und eine SF-Klasse von mindestens 2 zu 85% erreicht hat, so wird dem Fahranfänger häufig dieser Tarif ebenso zugestanden. Viele Versicherungen verlangen dazu aber, dass Fahrzeughalter und Fahrer mindestens 25 Jahre alt sind. Das Fahrzeug darf außerdem nur vom Fahrzeughalter und dessen Partner gefahren werden.

Voraussetzung für alle Varianten ist, dass kein weiterer Haftpflichtversicherungsvertrag mit einer geringeren Schadenfreiheitsklasse auf den Namen des Fahranfängers abgeschlossen wurde. Besteht eine weitere Versicherung mit SF 0 oder droht eine zukünftige Abstufung in diese Schadensklasse aufgrund eines Unfalls, so kommen Vergünstigungen nicht in Betracht.

Was viele nicht wissen: Eine bereits erreichte Schadensfreiheitsklasse bleibt nur so lange erhalten, wie der Vertrag nicht länger als sieben Jahre unterbrochen ist. Ansonsten wird der Fahrer von der Versicherungsgesellschaft jedes Jahr weiter zurückgestuft.